Das Logo von SichtPunkt-Hamburg Optometrisches Institut für visuelles Entwicklungstraining und visuelles Wahrnehmungstraining

Methodik & Entwicklung im Visualtraining – seit 1990 von Claus Ellinghausen

Mein Arbeitsverständnis
Seit 1990 entwickle und erprobe ich – Claus Ellinghausen – Methoden des Visualtrainings systematisch weiter. Aus dieser Arbeit ging 2006 der SichtPunkt-Hamburg hervor, der seit Herbst 2025 als privates optometrisches Institut für visuelles Entwicklungstraining und visuelles Wahrnehmungstraining firmiert.
Der rote Faden ist über all die Jahre derselbe geblieben: gezielt Fachwissen aus angrenzenden Disziplinen einholen, es mit der eigenen optometrischen Erfahrung verbinden und in praxistaugliche Trainingsansätze überführen. Jeder neue Baustein durchläuft dabei denselben Weg – strukturierte Anwendung, sorgfältige Auswertung, fachlicher Austausch, Anpassung. Erst wenn sich ein Ansatz in der täglichen Trainingsarbeit verlässlich bewährt, wird er fester Bestandteil meines Angebots.

Ab 1990 – Aufbau einer systematischen Trainingsmethodik

Ich beginne mit der strukturierten Erprobung und Auswertung von Visualtrainings-Konzepten. Schwerpunkt dieser ersten Jahre ist die Entwicklung eigener Übungen, Trainingsmaterialien und Abläufe für das funktionale Visualtraining – aus der praktischen Arbeit heraus, nicht am Reißbrett.
In der Arbeit mit Erwachsenen erprobe ich optometrische Trainingsansätze bei Kurzsichtigkeit (Myopie), Weitsichtigkeit (Hyperopie) und Alterssichtigkeit (Presbyopie) und werte bestehende Konzepte auf ihre Anwendbarkeit bei refraktiven Auffälligkeiten aus.
Parallel suche ich den fachlichen Austausch mit Schulen, Ergotherapeut:innen, Lerntherapeut:innen und Psycholog:innen, um optometrische Unterstützungskonzepte für Kinder gezielt weiterzuentwickeln – etwa bei:
Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten (LRS) und Legasthenie
Dyskalkulie (Rechenschwäche)
Konzentrationsschwierigkeiten (z. B. im Zusammenhang mit ADS/ADHS)
Im Rahmen großangelegter optometrischer Screenings arbeite ich an der systematischen Mustererkennung und entwickle erste Konzepte, die Visualtraining und Lernförderung sinnvoll miteinander verbinden.

Ab 1998 – Erweiterung um orthopädische Aspekte

Im Austausch mit Fachärzt:innen für Orthopädie beschäftige ich mich mit dem Zusammenhang zwischen KISS- und Atlas-Themen (TAS) und visuellen Funktionen. Daraus entwickle ich ein ganzheitliches interdisziplinäres Konzept, das die Arbeit in beiden Bereichen parallel ermöglicht.
In diesem Zusammenhang rückt ein bis dahin wenig beachteter Aspekt in den Fokus: der Zusammenhang zwischen wiederkehrenden Haltungsproblemen und dem visuellen System.
In der Zusammenarbeit mit Ergotherapeut:innen integriere ich Sensomotorik sowie visuelle Fein- und Grobmotorik stärker in das optometrische Training. Intensiv beschäftige ich mich in dieser Zeit mit Händigkeit, Schriftbild, Schreibmotorik und Stifthaltung – und mit der Frage, wie sich diese Themen sinnvoll im Visualtraining berücksichtigen lassen.

Ab 2006 – Gründung des SichtPunkt-Hamburg, Digitalisierung & Reflexintegration

2006 gründe ich den SichtPunkt-Hamburg und schaffe damit einen festen Rahmen für meine Entwicklungsarbeit. Die zuvor einzeln gewachsenen Methoden, Kooperationen und Werkzeuge führe ich zu einem strukturierten Angebot zusammen.
In dieser Phase wirke ich an der Software für das Eyetracking-Gerät Readalyzer mit und erstelle – gemeinsam mit erfahrenen Pädagog:innen – klassenstufenspezifische Lesetexte (Klasse 1–10) zur genauen Erfassung von Lesefähigkeiten. Das Eyetracking setze ich systematisch ein, um Trainingsverläufe objektiv nachvollziehbar zu machen und Trainingsbausteine feiner auf individuelle Schwachstellen abzustimmen.

Meine Arbeit stelle ich unter anderem auf dem WVAO-Kongress (Wissenschaftliche Vereinigung für Augenoptik und Optometrie) vor.
In Zusammenarbeit mit einem Fachmann für Ernährung integriere ich zudem Ernährungsanalysen in das Visualtraining – mit dem Ziel, ernährungsbezogene Einflüsse auf die visuelle Leistungsfähigkeit besser berücksichtigen zu können.
Intensiv beschäftige ich mich in dieser Zeit mit frühkindlicher Reflexintegration nach den Methoden INPP und Päpki. Die Testung frühkindlicher Reflexe wird in diesen Jahren fester Teil meines optometrischen Analyseangebots.

Ab 2009 – Aufbau eines interdisziplinären Teams

In diesen Jahren erweitere ich meinen fachlichen Austausch in die Bereiche Kieferorthopädie und funktionelle Medizin, um kraniomandibuläre Zusammenhänge mit dem visuellen System besser einordnen und im optometrischen Vorgehen berücksichtigen zu können.
Gemeinsam mit Sportwissenschaftler:innen erarbeite ich alltagstaugliche Beweglichkeitsbausteine und eine fundierte Beratung dazu, welche Sportarten ein spezifisches Training sinnvoll unterstützen können.
Von 2009 bis 2016 ist Janni Hinrichs (Physiotherapeutin) bei mir angestellt. Um gezielt zusätzliches Fachwissen ins Haus zu holen, ermögliche ich ihr mehrere Qualifikationen – die Ausbildung zur Päpki-Therapeutin, den B.Sc. Therapiewissenschaften sowie den M.A. Lernförderung. Ihre Bachelorarbeit entsteht dabei direkt aus unserer gemeinsamen Arbeit heraus: Das Thema „Visual Midline Shift Syndrome – Entstehung, Auswirkungen und Relevanz für die Therapieberufe" bringe ich aus der optometrischen Praxis ein. Der Bereich der Lernförderung, in dem ihre spätere Masterarbeit angesiedelt ist, ist für meine Arbeit ebenfalls von großem Interesse – ein wesentlicher Grund, warum ich diese Weiterbildung unterstütze.

Ab 2011 – Technische Eigenentwicklungen & Datenarbeit

In dieser Zeit entwickle ich das Visual Postural System (ViPS) – eine eigene Gang- und Standanalyse auf Basis der Zebris-Technologie mit selbst entwickelter Software zur Ermittlung der visuellen Zentrierung. Konzeption, Umsetzung und Weiterentwicklung liegen bei mir; Janni Hinrichs unterstützt mich dabei. Anschließend schule ich Optometrist:innen in der Anwendung von ViPS, sodass über die Jahre ein umfangreicher Datenpool dokumentierter Fälle entsteht – eine wertvolle Grundlage für die Mustererkennung in der funktionalen Optometrie.
Meine Arbeit mit ViPS stelle ich auf dem Optometrischen Weltkongress in Birmingham (UK) vor.
Im selben Zeitraum baue ich eine CNC-Anlage, mit der ich optometrische Trainingsgeräte und Fassungen für Trainingsbrillen selbst herstelle.

Ab 2012 – Mess-Systeme & auditive Komponenten

Ich schaffe ein etabliertes VNS-Messsystem an, um aus der optometrischen Praxis entwickelte Annahmen mit objektiven Messdaten abzugleichen. In zahlreichen dokumentierten Fällen bestätigen die Messergebnisse meine optometrischen Ausgangshypothesen – für mich ein wichtiger Schritt, um die eigene Methodik abzusichern.
Im Austausch mit Fachleuten für auditives Wahrnehmungstraining und Logopädie beschäftige ich mich mit den Methoden Tomatis und Audiva. Bei der Erprobung in Kombination mit dem Visualtraining zeigt sich, dass eine gleichzeitige Anwendung die Klienten häufig überfordert. Daraus entwickle ich ein dosiertes Vorgehen und baue ein eigenes kleines Tonstudio auf, um spezifische Audiodateien bedarfsgerecht in das Visualtraining einzubinden.

Ab 2013 – Motorisch-Visuelles Entwicklungstraining (MoVe)

In dieser Zeit entwickle ich gemeinsam mit Janni Hinrichs das Motorisch-Visuelle Entwicklungstraining (MoVe). Anders als bei meinen übrigen Eigenentwicklungen entsteht MoVe in echter Co-Entwicklung: Hier fließen mein optometrisches Fachwissen und ihre physiotherapeutische Expertise gleichermaßen ein.
MoVe verbindet motorische Entwicklung und visuelle Funktionen in einem zusammenhängenden Trainingsansatz – mit dem Ziel, das visuell-motorische Fundament gezielt zu stärken. Der Ansatz richtet sich an Kinder und Erwachsene mit visuell-motorischen Herausforderungen. Da ein stabiles Zusammenspiel von Bewegung und Sehen eine wichtige Grundlage für viele Alltags- und Lernprozesse ist, kann sich ein verbessertes visuell-motorisches Fundament z. B. auch günstig auf das Lernen auswirken.

Ab 2015 – Ganzheitliche Brillenanpassung & alternative Brillenglaslösungen

In dieser Zeit entwickle ich ein eigenes Konzept zur ganzheitlichen Brillenanpassung. Anders als bei einer klassischen Anpassung beziehe ich dabei möglichst alle relevanten Faktoren ein: die funktionellen Besonderheiten des visuellen Systems der jeweiligen Person ebenso wie ihre Körperhaltung, Motorik und das Zusammenspiel mit dem Nervensystem. Hinzu kommt eine genaue Betrachtung der tatsächlichen Anwendungssituationen – also der konkreten Seh-Entfernungen, Tätigkeiten und Körperhaltungen, in denen die Brille im Alltag wirklich genutzt wird. So entsteht eine Anpassung, die nicht nur die Sehstärke berücksichtigt, sondern das Sehen im Zusammenspiel mit dem ganzen Menschen.

Alternative Brillenglaslösungen statt Standard-Gleitsichtglas

Im selben Zeitraum teste ich umfangreich verschiedene am Markt verfügbare Gleitsichtgläser, um meine über die Jahre gewachsenen Annahmen zu deren Unverträglichkeiten zu überprüfen. Nachdem sich die Einschränkungen konventioneller Gleitsichtgläser deutlich bestätigen, erarbeite ich daraus eigene alternative Brillenglaslösungen: keine Einheitslösung, sondern ein Repertoire verschiedener spezieller Gläser, aus dem ich situationsabhängig die jeweils passende Variante auswähle. So lassen sich die typischen Verträglichkeitsprobleme von Gleitsichtgläsern in vielen Fällen umgehen – mit Brillen, die sich im Alltag spürbar besser nutzen lassen.

Ab 2016 – Vegetative Regulation & der Einsatz von Tracking-Uhren

Ein Bereich, der in meine Arbeit zunehmend eingeflossen ist, ist die Bedeutung des vegetativen Nervensystems für die visuelle Leistungsfähigkeit. Erholung, Schlaf und die richtige Art von Bewegung sind dabei keine Nebenschauplätze, sondern wesentliche Grundlagen – gerade bei Erwachsenen mit Belastungserscheinungen.
Ein wichtiger Schlüssel dazu sind für mich messbare Daten – auch aus eigener Erfahrung. Bereits 2015 wurde mir durch den Einsatz einer hochwertigen Tracking-Uhr (Garmin Fenix 3) am eigenen Leib deutlich, wie aufschlussreich die kontinuierliche Erfassung von Werten wie Herzfrequenzvariabilität, Schlafqualität und Belastung sein kann – und wie sehr sich daraus konkrete, alltagstaugliche Empfehlungen ableiten lassen. Eine wichtige Erkenntnis dabei: Erholung muss sich nicht zwangsläufig „gut" anfühlen, um wirksam zu sein.
Diesen Ansatz vertiefte ich über die Jahre. Den entscheidenden Anstoß gab eine Beobachtung: Die Garmin Fenix 3 war aus meiner Sicht eine der ersten am Handgelenk tragbaren Uhren, die in vergleichbaren Situationen annähernd so genau messen konnte wie das professionelle VNS-Analysesystem, das ich bereits 2012 angeschafft hatte. Damit ließ sich erstmals das, was zuvor nur stationär im Institut erfassbar war, kontinuierlich im Alltag der Klienten sichtbar machen.
Da hochwertige Tracking-Uhren in der Anschaffung teuer sind und viele Klienten verständlicherweise zögern, eine solche Investition selbst zu tätigen, legte ich mehrere Geräte an, die ich an meine Klienten verleihe. So lässt sich das vegetative Gleichgewicht über einen längeren Zeitraum sichtbar machen – ein wirkungsvoller Hebel, um gerade Erwachsenen mit Belastungserscheinungen gezielte Empfehlungen zu geben, wie sie wieder in Balance finden.

Ab 2017 – Spezialisierte Kooperationen

In dieser Zeit beginne ich die direkte Zusammenarbeit mit Tim Raav (Physiotherapeut, Osteopath, Heilpraktiker), um spezifische Trainingsbausteine an der Schnittstelle von Optometrie und manueller Arbeit weiterzuentwickeln.
Aus dieser Zusammenarbeit ist über die Jahre eine enge fachliche Verbindung gewachsen. Tim Raav arbeitet auf eigene Rechnung, ist aber regelmäßig – ein bis zwei Tage im Monat – in meinen Räumen für meine Klientel tätig. Diese kurzen Wege haben sich als so wirkungsvoll erwiesen, dass ich ihm dafür bewusst Raum zur Verfügung stelle. Darüber hinaus stehen wir bei verschiedenen Projekten in regem Austausch – fachlich wie unternehmerisch.

Ab 2018 – Entwicklung und Eigenbau eines Fahrsimulators

Manche visuellen Herausforderungen zeigen sich erst in einer ganz bestimmten Situation – beim Autofahren. Geschwindigkeit, wechselnde Lichtverhältnisse, die ständige Verlagerung des Blicks zwischen Nah und Fern, das periphere Sehen im Verkehr: Hier kommen visuelle Funktionen zusammen, die sich im Trainingsraum nur schwer realistisch abbilden lassen. Genau dafür entwickelte ich einen eigenen Fahrsimulator, mit dem sich gezielt nachvollziehen lässt, in welchen Situationen visuelle Schwierigkeiten beim Fahren auftreten – und der bei Bedarf auch zum Training dieser Situationen genutzt werden kann.
Da ein Projekt dieser Art jeden üblichen Rahmen gesprengt hätte, baute ich den Simulator selbst – von der Konzeption über die Technik bis zur konkreten Umsetzung. Im Zuge dessen baute ich eine eigene 3D-Druckstraße auf, die zunächst dem Simulator diente und sich anschließend als feste Größe in meiner Werkstatt etablierte: Über sie fertigte ich seither auch weitere Trainingsgeräte und individuell angepasste Trainingsmaterialien.
Der Fahrsimulator richtet sich vor allem an Erwachsene, die beim Autofahren visuelle Unsicherheiten erleben. Er macht das eigene Sehen unter realitätsnahen Bedingungen sichtbar und erfahrbar – und ergänzt so die optometrische Analyse um einen Baustein, der sich im klassischen Trainingsraum nicht abbilden lässt.

Ab 2022 – Ausbau des Bewegungsbereichs & Arbeit am Leseprozess

In diesem Jahr stellte ich Jan Grothmann ein, der mich bereits in den Jahren zuvor mit Bewegungsübungen unterstützt hatte. Er bringt langjährige Erfahrung aus dem Sportwissenschaftsstudium sowie aus dem Betrieb eines eigenen, individuell ausgerichteten Studios mit. Gemeinsam bauten wir den Bewegungsbereich deutlich aus und vertieften ihn – mit dem Ziel, körperliche Bewegung noch gezielter mit dem Visualtraining zu verzahnen.
In dieser Zeit entwickelte ich auch einen Ansatz für ein begleitendes Online-Training. Nach eingehender Erprobung entschied ich mich jedoch bewusst dagegen, es anzubieten: In meinen Augen war es nicht effektiv genug, um meinen Ansprüchen an die Trainingsqualität gerecht zu werden. Auch das gehört für mich zur Entwicklungsarbeit – ein Ansatz wird nur dann Teil des Angebots, wenn er wirklich überzeugt.
Unabhängig davon nahm ich in dieser Zeit das Thema Lesen noch einmal grundlegend in den Blick. Ein eigenes Konzept, um Kindern das Lesen zu vermitteln, gab es bei mir bereits seit vielen Jahren – und es hatte sich für einen sehr großen Teil der trainierenden Kinder bereits als ausgesprochen wirkungsvoll erwiesen. Dennoch stellte ich es noch einmal vollständig auf den Prüfstand: Ich verglich die verschiedenen didaktischen Methoden, nach denen Kindern das Lesen vermittelt wird, untersuchte, wo sie übereinstimmen und wo sie voneinander abweichen, und glich diese Erkenntnisse mit den theoretischen Grundlagen und meiner praktischen Erfahrung aus der Optometrie ab.
Ziel war es, aus diesem Abgleich die bestmögliche, in sich stimmige Vorgehensweise abzuleiten. Auf dieser Grundlage entwarf ich zusätzliche Materialien, die das bestehende Repertoire gezielt erweitern. Sie kommen vor allem in speziellen Einzelfällen zum Einsatz – dort, wo das ohnehin schon sehr wirksame Standardvorgehen durch eine noch individuellere Abstimmung ergänzt werden kann.

Ab 2023 – Eigene Trainings-Apps für das individuelle Visualtraining

2023 begann ich, eigene Apps zu programmieren – zunächst für den internen Gebrauch, um bestimmte Abläufe im Visualtraining digital zu unterstützen. Aus dieser Arbeit entwickelte sich der Ansatz, Apps nicht als fertige Standardlösung einzusetzen, sondern sie individuell für den einzelnen Klienten zu programmieren.
Schon damals war für mich entscheidend: In aller Regel ist das analoge Visualtraining deutlich wirkungsvoller als jede digitale Variante. Eine App sollte deshalb von Anfang an nur dort zum Einsatz kommen, wo sie das Training an einer konkreten Stelle tatsächlich besser unterstützt – als gezielte Ergänzung, niemals als Ersatz.
Wie alle meine Entwicklungen durchlief auch dieser Ansatz zunächst eine längere Phase der Erprobung und Verfeinerung, bevor ich ihn in der täglichen Arbeit einsetzte.

Ab 2024 - Magnetfeldstimulation

Mehrere Therapeut:innen und Ärzt:innen wiesen mich auf das Thema Magnetfeldstimulation hin – mit der regelmäßigen Rückmeldung, dass es positive Einflüsse auf das Sehen gebe. Das nahm ich zum Anlass, mir ein entsprechendes Gerät zuzulegen, um selbst zu überprüfen, inwieweit sich diese Zusammenhänge tatsächlich messbar nachvollziehen lassen. Diese Überprüfung dauert bis heute an.
Da die Magnetfeldstimulation selbst nicht zu meinem Trainingsangebot gehört, biete ich sie nicht im eigenen Haus an. Wo sie im Einzelfall sinnvoll erscheint, spreche ich eine entsprechende Empfehlung aus – durchgeführt wird sie dann von darauf spezialisierten Partnern.

Ab 2025 – Erste individuell programmierte Apps im Training

2025 erreichte meine Arbeit an eigener Software einen Punkt, auf den ich besonders stolz bin: Erstmals setzte ich Apps, die ich individuell und speziell für einzelne Klienten programmiert hatte, direkt im Training ein. Wichtig ist mir dabei von vornherein die richtige Einordnung: Diese Apps sind ausschließlich als Ergänzung des analogen Visualtrainings gedacht. Das analoge Training ist in aller Regel deutlich wirksamer – die digitale Unterstützung kommt nur in bestimmten, speziellen Situationen zum Einsatz, in denen sie einen echten Mehrwert bietet.
Genau dafür unterscheidet sich mein Vorgehen grundlegend von üblicher Trainingssoftware. Es geht nicht darum, ein fertiges Programm auszuwählen und an einen Menschen anzupassen. Stattdessen setze ich mich mit der konkreten Situation eines einzelnen Klienten auseinander – mit seinen visuellen Besonderheiten, seinen Zielen, den Stellen, an denen er im Training steht – und programmiere daraufhin eine App, die genau auf diesen einen Fall zugeschnitten ist. Jede dieser Apps entsteht von Grund auf für die jeweilige Person, um das Training an genau der Stelle zu unterstützen, an der es sinnvoll ist.
Dieser Aufwand ist bewusst gewählt. Denn nur eine wirklich maßgeschneiderte App kann das analoge Training in diesen speziellen Situationen so unterstützen, dass ein echter Mehrwert entsteht – ohne die Kompromisse, die eine Standardlösung zwangsläufig mit sich bringt.
Und so wichtig dieser Entwicklungsschritt für mich ist, so klar bleibt seine Rolle: Die individuell programmierten Apps ersetzen das analoge Visualtraining nicht und sollen es auch nicht. Sie sind eine gezielte Ergänzung für einzelne, speziell gelagerte Fälle – und bringen damit den Grundgedanken meiner gesamten Arbeit auf den Punkt: für jeden Menschen genau das, was ihm wirklich hilft.

Hier entsteht ein FAQ Bereich

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